Datenschutz & die "Shopping-Mall-Democracy"
Beratung & Theorie zu DSGVO, Datenschutz & Digitalisierung
Willkommen auf meiner Seite zum Thema Datenschutz, Digitalisierung und der Shopping-Mall-Democracy. Ich berate KMUs, Vereine, Organisationen, Firmen und Privatpersonen zum Thema Datenschutz, Datensicherheit und Digitalisierungsstrategien. Gleichzeitig spreche ich auf (Fach-)Konferenzen zum Thema und habe den Begriff Shopping-Mall-Democracy für die zunehmende Übermacht durch AGBs und pseudo-öffentliche Räume durch Big Tech eingeführt. Diese zunehmende Macht von großen Akteuern auf die Art wo und unter welchen Umständen wir uns austauschen hat natürlich gesellschaftlichen Auswirkungen. Das ist die theoretische Seite.
Datenschutz ist ein politisches Thema mit einer ganz praktischen Seite. Die Politik hat uns die Datenschutzgrundverordnung gegeben, aber vielerorts wird sie nicht oder wenig umgesetzt. Länder wie Irland nutzen schwache Behörden als Standortvorteil, während neben von Behörden verhängten Bussgeldern bei DS Verstößen immer mehr Start-Ups Versuche beginnen mit automatisierbaren Verfahren doch noch mit DSGVO Verstößen Geld zu generieren.
Gleichzeitig nimmt -Nach einer Umfage unter Mittelständlern in Deutschland- der Datenklau weiter zu. Daraus resultierende Probleme können durchaus Daten, Geld und den Ruf kosten. Dabei ist eine Umsetzung der DSGVO eigentlich keine Raketenwissenschaft. Und wenn man im Zuge der DSGVO Umsetzung die Datensicherheit mitbedenkt, ist es normalerweise nicht schwer sich abzusichern. Gut, es kann kompliziert sein, aber oft ist es einfach eine Frage der Organsation.
Datenschutz ist ähnlich wie Brandschutz, wenn man merkt dass man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat ist es meistens zu spät.Dabei sollte man Datenschutz nicht als lästige Pflicht sehen. Daten sind Güter und Geld und in vielen Fällen sehr viel mehr Wert, als physische Gegenstände.
Ich biete ganzheitliche und strategische Unterstützung an, da ich Datenschutz für eins der wichtigsten Themen unserer Zeit halte in meiner Einschätzung als Kulturwissenschaftlerin und als It- Nerdin.
Was ist privat?
Würden Sie ihre Wohnung einfach offen stehen lassen?
Würden Sie ihre Wohnung einfach offen stehen lassen, ohne die Tür mindestens mit einem einfachen Schloß zu versperren? Wahrscheinlich nicht! Und wohl auch zurecht.
Erstaunlich viele Menschen lassen im digitalen Leben jedoch alle Türen offen: veraltete Betriebssysteme, keine strukturierte Datenverwaltung, Mobilgeräte ohne Pins, zu simple Passwörter, eine Kennung für alle Sozialen Netzwerke, Metadaten in verschickten Fotos die alles preisgeben, Ordner auf die alle Zugriff haben...etc.
Daten sind Güter
Daten sollte man schützen - sensible ganz besonders
(Sensible) Daten von Kunden, Mitgliedern oder Menschen, die einem wichtig sind sollte man nicht achtlos behandeln. Wenn Einbrecher in privaten Dingen wie Unterwäsche, Fotos und anderen Intimzonen wühlen ist es gleichzusetzen mit digitalen Objekten: Bankkonten, Texte, Fotos, Filme, Abrechnungen, Briefe usw. Und es ist ohnehin eine gesetzliche Pflicht, die Daten, die einem anvertraut wurden als Firma, Unternehmer, Verband oder Verein gut zu beschützen. Das fängt beim einfachen Mitdenken und organisieren an. Die Erfahrung zeigt, dass man meist schon mit ganz geringen Mitteln viel Unheil verhindern kann. Meistens braucht es Erfahrung und man muss darüber nachdenken, den Datenfluss und die Speicherung definieren und dann organisieren. Nur, viele tun das nicht wie haarsträubende Beispiele zeigen. Wenn tausende intimer Daten im Netz landen ist der Schaden und der Spott der Konkurenz/Gegner/Presse gross. Für solche Fälle biete ich gerne als ersten Schritt Aufmerksamkeitsschulungen an, oft ist dieser Schritt ein ganz großer Sprung für die Datensicherheit, aber mit wenig Aufwand (max.4 Stunden) und vergleichsweise geringen Kosten verbunden.
Beratung & Hilfe
Erfahrung macht Probleme lösbar
Ich berate und unterstütze seit 2018 Unternehmen, Vereine, Privatpersonen oder Verbände und helfe Ihnen den Datenschutz umzusetzen. Seit 2018 ist die DSGVO in kraft und seither ist Datenschutz europaweit einheitlich reguliert und vorgeschrieben. Für viele meiner Kunden war es zunächst eine lästige Pflicht, die DSGVO umzusetzen. Aber in 99% der Beziehungen haben wir etwas gutes für die jeweiligen Kunden daraus gemacht und am Ende fanden es auch alle gar nicht so kompliziert. Das war mein Anliegen, denn ich bin zum Datenschutz aus Überzeugung gekommen. Bereits lange vor der DSGVO habe ich mich erst mit Datensicherheit und dann mit Datenschutz beschäftigt. Als ab 2018 die DSGVO umgesetzt werden musste wurde ich auf einmal von meinem großen Netzwerk gebeten zu helfen und habe mich dann darauf spezialisiert. Ich habe seither große Verbände und kleine Firmen beraten, Vereine bzw. NGOs organisiert und Organisationen geholfen, die einem gewissen Druck von aussen ausgesetzt sind und wo nichts schief gehen darf. Vom Privatrechner bis zur großen Entität habe ich gerne unterstützt, Dinge in Gang gebracht, Probleme identifiziert und organisiert. Ich habe an Weiterbildungen und Kongressen teilgenommen und auch zum Thema Datenschutz und seiner Bedeutung gesprochen. Als Autorin habe ich mich dazu vielfach geäussert, Lehrmaterial dazu entwickelt und Schulungen für zukünftige Datenschützer gegeben.
Daten verraten
Vertrauen = Verantwortung
Datenschutz ist Vertauenssache. Von vielen meiner Kunden kenne ich sehr viele Details, Geschäftsgeheimnisse, Fotos, E-Mails etc. Ich selbst muss sicherstellen, dass die Daten und das Wissen bei mir erst gar nicht ankommen bzw. wenn, dass sie in guter Hand sind. Vertrauen heisst auch, dass ich nicht darüber spreche und keine Details preisgebe auch indem ich meine Systeme gut pflege. Mir vertrauen große Organisationen seit Jahren und ich helfe sie zu schützen. Ich wiederum versuche dieses Vertrauen zurückzugeben, indem ich Sicherheit und Diskretion wahre und versuche wirklich alle Details zu bedenken. Die Meisten meiner Kunden habe ich bisher über Empfehlungen bekommen. Aktuell habe ich zwei große Organisationen in der Langzeitbetreuung. Daneben habe ich viele Kleinkunden, die ich unterstütze ihren Datenschutz selbst zu organisieren.
Konkrete Hilfe
- Wie kann ich ihnen konkret helfen?
- Umsetzung der DSGVO im Unternehmen/ Organisationsablauf
- Sie haben einen Incident z.B. mit gestohlenen Daten?
- Ich organisiere für Sie die richtige Reaktion, spreche mit Behörden
- und arbeite mit Sicherheitsexperten zusammen, um einen Ausweg zu finden.
- Für Mitarbeitende:
- DS Schulungen (die Spass machen & Wirkung zeigen)
- Erklärungen zum Umgang mit Daten, DS Belehrung
- Analyse des Ist-Zustands:
- Unterstützung bei der Einführung von Datenschutzroutinen
- Meist überschaubar & sehr wichtig:
- Webseiten absichern
- Routinen & Verzeichneisse erstellen & pflegen
- Technische Analyse
- Klärung von AV-Verträgen
- Grössere Aufgaben, die aber auch beherrschbar sind:
- Hilfe bei der Kommunikation mit DS Behörden
- (E-Mail) Verschlüßelung
- Konzepte bei Gerätenutzung der Mitarbeiter im Homeoffice
- Bring-Your-Own-Device Lösungen
- Grössere Stratgien, die Ziele definieren:
- Unterstützung & Analyse, Hilfe bei Digitalisierungsstrategien
- Datensparsamkeit & Nachhaltigkeit
- Und auch das noch:
- Social Media mit Open-Source Mitteln einführen & nutzen
- Unterstützung bei Themen Rund um Datenschutz, Datensicherheit und Digitalisierung, Fragen, die man schon immer stellen wollte und nie beantwortet bekam
- Awareness Schulungen für Datenschutz bei der täglichen Arbeit
- Ist-Analyse des Datenschutzes vor Ort
- Laufende DS Betreuung und Prozessberatung.
Kulturwissenschaftliche Betrachtung
Autorin & Sprecherin
Ausserhalb der Beratung und dem konkreten Umsetzen von Datenschutz beschäftige ich mich theoretisch mit den Gesellschaftlichen Implikationen, die aus disruptiven Entwicklungen wie wir sie gerade erleben, entstehen. Dafür Reise ich auch zu Konferenzen und verbinde den praktischen Austausch über Datenschutz mit Theorie und Politik. 2022 war ich in Brüssel bei Freedom not Fear Konferenz, 2023 beim Strategie Meetig des DFF und in Zürich bei der Winterkonferenz und habe einen Buchbeitrag in einer Anthologie zum Thema Datenschutz verfasst. Ausserdem habe ich auf der Stadt nach Acht Konferenz ein Panel über "Immersive Realities und deren Perspektiven" geleitet. Als Projektleitung habe ich im Rahmen des digitalen Humanismus ein Projekt zu ethischen Apps geleitet. Ich war von 2021 bis 2023 bei einer Datenschutz NGO in Österreich tätig. Dort habe ich Projekte geleitet, Workshops gegeben, Artikel zum Datenschutz verfasst und beim Aufbau der Akademie unterstützt indem ich bei der Ausbildung und bei der Entwicklung von Lehrmaterial mitgearbeitet habe.
Theorie der "Shopping-Mall-Democracy"
Shopping-Mall-Democracy
Die technische Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft ist mein großes Thema als Magister(MA) aus dem Fachbereich Kulturwissenschaft. Das technische Grundlagenwissen habe ich mir selbst beigebracht. Python Programmierung habe ich an der Online-Uni in Harvard erfolgreich gelernt. Ausserdem habe ich Informatik/Datenschutz an der TU Berlin studiert. Zuvor war ich in der Webentwicklung und Contentanalyse tätig, u.a. auch für große player.
Der Mallbegriff vom Stadtraum zum virtuellen Raum
Ein Phänomen das ich aus der Stadtentwicklung in die Digitalwelt überführt habe analysiert die Folgen von privaten Räumen, in denen AGBs die Regeln bestimmen. Diese Räume, die sich als Öffentlichkeit inszenieren, was in der klassischen Shopping-Mall meist der Fall ist, haben einen Zweck, nämlich Gewinn zu erzielen. Das soziale Gefüge eines solchen Raums ist notwendiger Teil der Inszenierung, aber nicht der erste Zweck. Der Begriff "Shopping-Mall Democracy" versucht diesen Widerspruch von performativer Öffentlichkeit und privaten Räumen in einen Begriff zu fassen, da die Mall sich wie ein öffentlicher (Markt)-Platz darstellt. Dennoch gilt in der Mall das Hausrecht und die Regeln der Mallbetreiber. Das wird von den Besuchern meist nicht so wahrgenommen, ähnlich wie in der digitalen Welt, in der ständig die Zustimmung zu den AGBs erteilt wird. Es fällt erst auf, wenn man Probleme hat, wie beispielsweise eine Sperrung des Accounts. Man bemerkt also meist nicht, dass Öffentlichkeit in diesen Räumen lediglich eine Performance von Öffentlichkeit ist. In den sozialen Netzwerken verstärkt sich dieses Momentum einer Inszenierung nochmal, da wir dort nicht mehr physisch anwesend sind und nur noch abstrakte, inszenierte Inhalte unsere Erzählung in dieser Form der Öffentlichkeit bilden.
An Beiden dieser Orte -der physischen Mall, wie der digitalen- passiert eine Verknüpfung von privatem und geltendem Recht. Das verändert unsere kulturelle Praxis und unser Verhalten. Wir agieren mehr oder weniger implizit nach den gewünschten Verhaltensweisen der privaten Öffentlichkeiten. On- wie Off-line handelt es sich um eine Performanz von AGBs und Regeln, die die Formen von gewünschtem Verhalten festlegen oder auch "user nudging", das teilweise so präsent ist, dass ein Entkommen von gewünschtem Verhalten fast unmöglich ist. Die Übersetzung: " die Nutzenden in Richtung von etwas an zu stupsen" ist eigentlich viel zu verniedlichend für solch übergriffiges Verhalten. Noch offensichtlicher wird es, wenn wir bei personalisierten Angeboten unterschiedlich behandelt werden - Daten machen das möglich!
Das wäre alles nicht so schlimm, wenn es nicht mittlerweile fast keine Möglichkeit zum Ausweichen gäbe. Es wird zwar eine Wahlmöglichkeit vorgegaukelt, aber die Entscheidung, wer zu diesen Orten Zugang hat treffen die, die diese Räume bereit stellen mit Ihren Geschäftsbedingungen. Die Nutzer können nur mitmachen oder verzichten. Das ist die einzige Wahl, akzeptieren oder draussen vor dem Sozialraum enden. Das führt zu abstrusem Verhalten und Akzeptanz von Verhaltem, dass man sich eigentlich nicht gefallen lassen möchte. Abgesehen von der völligen Intransparenz, wie Entscheidungen zu stande kommen, welche Daten über uns gespeichert werden und auf welcher Grundlage z.B. unterschiedliche Preise berechnet werden oder Angebote gemacht werden.
Die Mall selbst, besteht dabei auf einen angeblich unpolitischen Raum. Die Mall/Gated Community/das soziale Netzwerk möchte eine möglichst "einzigartige" Atmosphäre, schliesslich will man verkaufen und das können unterschiedliche Waren und Ideologien sein. In der Mall darf z.B. nicht demonstriert werden, politische Betätigung ist unerwünscht. In sozalen Netzwerken, darf man über bestimmte Dinge nicht sprechen oder Dinge nicht zeigen. Man bekommt nur ausgewählte Beiträge zu sehen, je nachdem, was der Algorithmus ausblendet oder anzeigt. Und vor allem sieht man Beiträge je nachdem, was die Werbetreibenden erreichen wollen, nicht was wir tatsächlich sehen wollen. Das ist je nach Ort unterschiedlich: Tiktok verbietet andere Dinge als Meta oder Twitter. Aber unser Aufenthalt ist kuratiert von Maschinen und Interessen, nicht frei gewählt, wie beispielsweise in dezentralen und freien sozialen Netzwerken oder auf dem klassischen Platz in einer Stadt.
Die Gesetze der Mall
Sowohl in der Mall, als auch im sozialen Netzwerk handelt es sich um Dinge, die gesetzlich in den Meisten Ländern der Welt erlaubt sind, aber sie werden auf eine Stufe gestellt mit den privaten Regeln der AGBs. Man kann diese nur akzeptieren, oder man klagt in langwierigen Prozessen, die schwer gewonnen werden können. Private Regeln als quasi Gesetze bestimmen so immer mehr das Verhalten von Menschen, die in Demokratien eigentlich nur an geltende Gesetze gebunden sind. Ausgrenzung und Gatekeeping wird damit im großen Stil privatwirtschaftlich organisiert und wirkmächtig.
Es gibt Orte, an denen die Mall unumgänglich ist, da sie die einzig mögliche Infrastruktur beherbergt, oder Institutionen, die Bürger aufsuchen müssen wie beispielsweise Bürgerämter. Und das ist mittlerweile auch in der nicht-physischen Welt der sozialen Netzwerke oft der Fall. Ein völlig richtiger und langjähriger Streit wird beispielsweise zwischen dem dutschen Datenschutzbeauftragten Ullrich Kelber und vielen staatlichen Institutionen, die wichtige Informationen auf social Media Kanälen, als schnellster Quelle verbreiten. Was passiert also, wenn wir diese Orte nicht als Teil einer Infrastruktur betrachten, sondern zulassen, dass dort nach privaten Regeln gespielt wird? Und wie schlimm ist es für die Teilhabe wenn es teilweise sogar alternativlose Orte sind, für Einkäufe, Informationen, Behördenkontakte oder soziales Leben, physisch wie digital, ob Einkaufszentrum oder soziales Netzwerk. Wie verändert sich Öffentlichkeit auf lange Sicht, wie Gesellschaft, wenn zwar Gesetze gelten, diese aber durch private Akteure immer weniger Stellenwert haben? Ist Demokratie überhaupt noch ernsthaft möglich, wenn Big Tech immer wieder unbeobachtet Wahlen beieinflusst, Kandidaten fördert und oder schwerwiegende Ereignisse wie den Brexit triggern? Dieser Frage gehe ich in meinen Analysen zur "Shopping-Mall Democracy" in digitalen Räumen nach.
Kontakt, Datenschutz & Rechtliches
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